Die KleinbĂŒrgerhochzeit – Berthold Brecht (1992)
In dem von Bertolt Brecht verfassten Einakter âDie KleinbĂŒrgerhochzeitâ wird die gespielte Idylle des KleinbĂŒrgertums komödiantisch zur Schau gestellt. Der Brautvater versucht immer wieder hartnĂ€ckig, unterschiedliche Anekdoten aus frĂŒherer Zeit zu erzĂ€hlen. Die Braut erzĂ€hlt den GĂ€sten stolz vom selbstgemachten Mobiliar ihres BrĂ€utigams, da sie nicht möchte, dass ihr Vater peinliche und unangebrachte Anekdoten kundtut. Mehr und mehr GĂ€ste verlassen die Hochzeit, da die gesamte Feier aus dem Ruder lĂ€uft. Das Hochzeitsessen wird ruiniert und das Mobiliar zerstört. Es beginnt mit einerm abgebrochenen Tischbein, geht ĂŒber ein zerstörtes Kanapee bis hin zu einem letztendlich zusammenkrachenden Bett, in dem sich das Ehepaar am Ende der Feierlichkeiten befindet. Brecht baute in das StĂŒck einen kurzen Dialog ein, in dem die Protagonisten abfĂ€llige Bemerkungen ĂŒber sein eigenes StĂŒck âBaalâ austauschen, offenbar mit der listigen Absicht, das Interesse des Publikums an seinem Drama zu wecken. Die Hochzeit, die eigentlich der schönste Tag im Leben einer Braut sein sollte, wird zu einer Farce, bei der nicht nur sĂ€mtliche Möbel, sondern auch der gute Ruf des Brautpaares, besonders der der schwangeren Braut und die scheinbar heile Welt des SpieĂbĂŒrgertums zerstört werden.
Quelle: Wikipedia